Deutsch-Israelische Jugendbegegnung 2019

Dieser Herausforderung haben sich im August fünfzehn Schülerinnen und Schüler des St.-Matthias-Gymnasiums aus Gerolstein gestellt, als sie junge Israelis für zwei Wochen bei sich zu Hause aufnahmen. Neue Leute kennenlernen, noch dazu aus einem so fernen Land, das ist spannend und aufregend. Die Kultur des anderen zu verstehen, ist dabei jedoch gar nicht immer so einfach. Woher nehmen die Israelis so viel Energie? Warum kann man in Gerolstein abends nicht so viel unternehmen wie im Großraum Tel Aviv? Um Antworten auf diese und auch viele andere Fragen zu finden, war es wichtig, sich auf die Unterschiede einzulassen, miteinander in Dialog zu treten, um so immer wieder versöhnliche Kompromisse zu finden. Das haben unsere jungen Leute mit Bravour gemeistert und dabei viele spannende Erfahrungen gemacht.

So wurde bei nicht immer regenfreiem Wetter die Gegend rund um Gerolstein erkundet, Städte der Region wie Köln, Aachen und Trier wurden besucht, und natürlich durfte als Krönung auch eine gemeinsame Fahrt in die Hauptstadt Berlin nicht fehlen, wo sich die jungen Leute zum einen über die geschichtlichen Ereignisse informierten, zum anderen aber auch bei einem Treffen mit dem Abgeordneten Patrick Schnieder über aktuelle politische Fragen sprachen. Im Hinblick auf ein versöhntes Leben wurden zudem immer wieder Aspekte der gemeinsamen dunklen Vergangenheit aufgearbeitet, wie z. B. in der Gedenkstätte Sachsenhausen oder bei einem Besuch der ehemaligen Nazi-Ausbildungsstätte Vogelsang in der Eifel. Doch auch erlebnispädagogische Elemente kamen nicht zu kurz. So sorgte der Besuch im Adventure-Forest Traben-Trarbach für einen sportlichen Ausgleich nach der langen Berlinfahrt.

Bei der Abschiedsfeier im Pfarrheim genossen Teilnehmer, Betreuer und Eltern israelische sowie deutsche Köstlichkeiten und ließen die vergangenen Wochen noch einmal Revue passieren. Schließlich hatten sich einige Austauschpartner so sehr an das Miteinander gewöhnt, dass auf dem Flughafen die Augen nicht trocken blieben und bei dicken Umarmungen Abschiedstränen flossen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch der Volksbank Eifel eG, der KSK Vulkaneifel, dem Kreis Vulkaneifel sowie ConAct bzw. dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bmfsfj) herzlich für ihre großzügige Unterstützung danken, ohne die das reichhaltige Programm so nicht durchzuführen gewesen wäre.

Alles in allem haben wir eine sehr erlebnisreiche Zeit verbracht und sind gespannt auf den Rückbesuch in Israel im Frühjahr 2020.

Shalom! :-)

Text: Y. Mistler

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