Auf den Spuren der Römer

Abgelegt unter: Allgemein — Veröffentlicht: 14 Mai 2012

Drei 7. Klassen erlebten einen besonderen Tag in Trier.

Am 21. März machten sich die 7b, die 7c und die 7d nach Trier auf, um in der über 2000 Jahre alten Römerstadt Kultur zu erleben. Drei Klassen, dreimal römische Geschichte, dreimal auf andere Weise!
Schon die Hinfahrt war recht lustig, denn der Zug nach Trier war mit uns Schülern vom SMG nahezu voll. Bei strahlendem Sonnenschein und recht warmen Temperaturen trennten sich dann unsere Wege am Hauptbahnhof und es wurde ernst…

Foto Fundstücke aus Duppach

Römische Fundstücke aus Duppach. Zu sehen sind u.a. der 2002 gefundene Greifenkopf sowie die ebenfalls 2002 gefundene Schweineschnauze (vgl. Text).

Wir, die 7b, gingen zunächst durchs Alleenzentrum zum Palastgarten, der sich in fast schon frühlingshafter Pracht zeigte und der, wie uns Herr Dr. Steinmetz erläuterte (er und Frau Bottler begleiteten uns), auf einem ehemaligen Truppenexerzierplatz aus Zeiten Napoleons entstanden war.
Im Rheinischen Landesmuseum trafen wir den Archäologen Herrn Schwinden. Er führte uns durch Stein-, Bronze-, Eisen- und Römerzeit, wobei immer Funde aus dem Gerolsteiner Raum im Mittelpunkt seiner Erläuterungen standen. Wir staunten sehr über die riesigen Zeitspannen, die es von der Erfindung einfachster Werkzeuge und Waffen, von Haushaltsgeräten und Schmuck bis zu ihrer heutigen Beschaffenheit hin brauchte.
Die frühesten Funde aus dem Gerolsteiner Raum, vor allem grobe Faustkeile aus der Steinzeit, sind etwa 200000 Jahre alt. Aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. stammen Schnabelkannen und Schüsseln aus Bronze sowie Bronzebarren, aus der Eisenzeit, der dritten großen Periode der Frühgeschichte, eindrucksvolle Schwerter und Werkzeuge.
Die Exponate aus der Römerzeit waren in ihrer Ausfertigung und Dimension einfach überwältigend. Die Igeler Säule, deren 23 m hohe farbige Nachbildung im Innenhof des Museums steht, ist das Grabmal der Brüder Lucius Secundinius Aventius und Lucius Secundinius Securus und deren Angehörigen. Sie ist aus Sandstein und reich mit bunten Reliefs geschmückt. Diese zeigen Szenen aus dem Alltag und dem Beruf der Familie – es waren Tuchhändler. Auf der Spitze der Säule ist ein Adler mit ausgebreiteten Flügeln zu sehen. Das Original der Säule steht in Igel, einem kleinen Dorf an der Mosel.
Zur Römerzeit entstanden auch die römischen Grabmäler von Duppach-Weiermühle. Sie gehörten zu einer großen „villa rustica“ in der Nähe der Römerstraße Köln-Trier. Eindrucksvoll ist eine überlebensgroße Löwe-Eber-Gruppe aus Sandstein, die uns Herr Schwinden erklärte und die durch eine Zeichnung vervollständigt ist. Schüler des Sankt Matthias-Gymnasiums fanden bei Ausgrabungen im Jahr 2001 die Schnauze des Ebers!
Als letztes zeigte uns Herr Schwinden eine Skulptur der Göttin Caiva, deren Existenz durch eine Inschrift, die bei Pelm gefunden wurde, belegt ist. Caiva ist eine Muttergöttin der Treverer, die als Zeichen der Fruchtbarkeit einen Korb mit Früchten auf dem Schoß hält. In der Gegend von Gerolstein hat man zahlreiche Skulpturen von Muttergöttinnen gefunden, wie sie im Gebiet der Treverer verehrt wurden. Ein reicher Römer spendete 100.000 Sesterzen für den Bau einen Tempels für Caiva, eine ungeheure Summe, wenn man bedenkt, dass der damalige Tagesverdienst bei 3 Sesterzen lag. Der Tempel stand in Pelm und die Stelle ist heute als „Juddekirchhof“ bekannt.
Damit war eine spannende Führung zu Ende und wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal bei Herrn Schwinden!
Nach so viel Kultur hatten wir uns eineinhalb schöne Stunden in der Trierer Innenstadt verdient, bevor es wieder mit dem Zug nach Gerolstein zurückging – von Erschöpfung keine Spur!

Jens Hermans, Marvin Oos, Julius Thome

Wir, die Klasse 7c mit Herrn Herkel, unserem Klassenlehrer, und Herrn Regnery, fanden uns, nachdem wir uns von den anderen 7. Klassen getrennt hatten, vor der Porta Nigra wieder. Vor uns: Eine grauhaarige Mitfünfzigerin in einer Toga. Sie führte uns die nächsten neunzig Minuten durchs antike Trier, durch Augusta Treverorum. Sie sagte, sie heiße Claudia und komme seit ein paar Jahren jedes Frühjahr vom Hades, der Unterwelt, hinauf und tauche jeden Herbst wieder hinab. Inzwischen habe sie sich schon an das Leben bei uns gewöhnt. Sie trug eine Brille und eine moderne Uhr mit rotem Armband.
Claudia erzählte uns viel vom alten Trier. Die Porta Nigra war das nördliche Stadttor. Wir erfuhren von Angriffen auf die Stadt, die von den römischen Soldaten von dem Tor und der Stadtbefestigung aus abgewehrt wurden. Schließlich wanderten wir durch die Simeonstraße zum Hauptmarkt. Wir bewunderten das Marktkreuz, vor dem gerade ein besonderer Mühlstein mit einer Inschrift für die Heilig-Rock-Wallfahrt aufgebaut ist. In der Konstantinbasilika fanden Bauarbeiten statt. Die Erklärungen mussten immer wieder unterbrochen werden. Als letztes ging es zu den Kaiserthermen, die nie als Bäder benutzt wurden. Auch in die unterirdischen Gänge, durch die einst die Sklaven liefen, durften wir hinein.
Den Rest der Zeit, bis zur Abfahrt des Zuges, hatten wir zur freien Verfügung. In kleinen Gruppen wurde gegessen, geschmökert, gesucht, gekauft und gebummelt. Abends waren wir alle geschafft!

Georg Lenz

Als wir, die Klasse 7d, erfuhren, dass zwei weitere 7. Klassen nach Trier fahren würden, war unser Ziel schnell festgelegt: auch wir würden dorthin fahren. Unser Klassenlehrer schlug daher einen Besuch des Rheinischen Landesmuseums vor, denn die derzeitige Sonderausstellung „Im Reich der Schatten – Leben und Lieben im römischen Trier“ wäre auf jeden Fall mal ein etwas anderer Museumsbesuch.
In Trier ging es zuerst zum Touristen-Informations-Büro an der Porta Nigra. Herr Weber und Herr Nordbrock wollten die vorbestellten Karten abholen, was aber erst einmal etwas schwierig war, da dort niemand etwas von der Bestellung wissen wollte. Mit etwas Nachdruck und Dank einer sehr engagierten Mitarbeiterin bekamen wir dann doch noch unsere Eintrittskarten. Da wir bis zur nächsten Vorstellung noch etwas Zeit hatten, durften wir uns erst einmal ein wenig in der Innenstadt umschauen.
Zur abgesprochenen Zeit trafen wir zur Freude unserer Lehrer alle wieder ein und los ging es zum Museum. Hier teilte uns Herr Weber mit, dass er eine Art Museums-Rally vorbereitet habe. Mit einem Stapel von Fragen bewaffnet zogen wir also durch die Räume, in denen anschließend das „mediale Raumtheater“ stattfinden würde, und erkundeten anhand der Aufgaben die einzelnen Exponate.
Dann ging es irgendwann endlich richtig los. Der Raum wurde verdunkelt und unzählige Beamer bestrahlten die verschiedenen Ausstellungsstücke mit Bildern und Filmen, während über eine Dolby-Surround-Anlage Musik und Stimmen zu hören waren. Die Geschichte begann mit einem verzweifelten Römer, der am Grab seiner Frau von dem römischen Gott Merkur angesprochen wird. Dieser bietet ihm an, ihn zu den Verstorbenen ins Reich der Schatten zu führen. Damit geht die Reise los, in deren Verlauf verschiedene Gestalten aus dem römischen Trier auf ihren Grabmählern anscheinend wieder zum Leben erwachen, um ihre persönlichen Geschichten zu erzählen. Ein Wagenlenker, ein Weinhändler, eitle Matronen und andere kommen so zu Wort und geben Einblick in ihr Leben in der damaligen Zeit. Nach der Vorstellung wurde es dann auch bald Zeit für den Rückweg. Ohne Umweg ging es zum Bahnhof und um 17 Uhr waren wir dann auch pünktlich in Gerolstein.

Henner Weber

Wandprojekt

Abgelegt unter: Allgemein — Veröffentlicht: 08 Mai 2012

Wandprojekt des Leistungskurses Bildende Kunst MSS 13 2012

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Der Leistungskurs hat zum Abschluss den Durchgang zu den Kunst-, Musik- und Bioräumen gestaltet. Es wurden große Figuren gemalt und angebracht. Die Figuren stellen die Schüler selbst in Form von Superhelden dar. So wollten sich die Schüler des Leistungskurses BK vom SMG verabschiedet.

Diercke Wissen 2012

Abgelegt unter: Allgemein — Veröffentlicht: 30 Apr 2012

Silas Stump hat am größten deutschen Schülerwettbewerb im Bereich Geographie teilgenommen und den Sieg auf Schulebene erreicht.

Erdkunde+Geo-Wissen

Der 14-jährige Silas Stump konnte sich am 08. Februar 2012 als Schulsieger des St. Matthias-Gymnasiums gegen seine Mitschülerinnen und Mitschülern der Jahrgangsstufen 7 und 8 durchsetzen und hat sich damit für den Landesentscheid in Rheinland-Pfalz Ende März qualifiziert. Der Landessieger darf am 01. Juni 2012 beim großen Finale in Berlin dabei sein.

Der Geographie-Wettbewerb Diercke WISSEN geht aus dem ehemaligen Wettbewerb National Geographic Wissen hervor. Mit gut 250.000 Teilnehmern in jedem Jahr ist dieser Wettbewerb eine beliebte Veranstaltung im Fach Geographie.
„Der Wettbewerb zeigt über die Jahre eine herausragende Resonanz und spiegelt das Interesse junger Menschen an Geographie nachdrücklich wider. Geographie-Wissen zu vermitteln und Geographie zu wissen sind grundlegende Verpflichtungen für Lehrende und Lernende. Wenn dies durch einen interessanten Wettbewerb gefördert werden kann, sollte die Gelegenheit dazu auch weiterhin genutzt werden. Wir freuen uns, dass wir den Wettbewerb mit unserem Partner, dem Westermann-Verlag, in bewährter Weise weiterführen können!“ erklärt Dr. Frank-Michael Czapek, der 1. Vorsitzende des VDSG (Verband Deutscher Schulgeographen e.V.).
Thomas Michael, Geschäftsführer des Westermann-Verlags, möchte mit dem Wettbewerb das Interesse an dem Fach Geographie weiter stärken: „Wir brauchen Schülerinnen und Schüler, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Themen wie Klimawandel, Globalisierung und Nachhaltigkeit bestimmen zunehmend unseren Alltag. Um künftige Anforderungen zu bewältigen, müssen wir vor allem junge Menschen für diese Themen sensibilisieren und sie mit Spaß an die Geographie heranführen“.
Dazu der Vorsitzende der Fachkonferenz Erdkunde am SMG in Gerolstein, Herr Jochen Köster: “Unser Erdkunde-Fachraum war beim Wettbewerb voll besetzt. Wir haben uns über diese Resonanz und den Willen unserer Schülerinnen und Schüler, sich durch geographische Aufgabenstellungen in einem fairen Wettbewerb zu messen, sehr gefreut. Für uns Fachlehrer/innen ist es selbstverständlich, Schülerinnen und Schüler für die vielen allgemeinbildenden Bereiche der Geographie zu interessieren und zudem aktuelle Themen in den Unterricht einfließen zu lassen. Der Fachbereich Erdkunde des St. Matthias-Gymnasiums gratuliert Silas ganz herzlich zu seiner Leistung. Wir sind gespannt auf sein Abschneiden beim Landesentscheid Rheinland-Pfalz“.

Jochen Köster, StR
(Erdkunde SMG)

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